Vitamin C – Wunderwerk der Natur

Sommer, Sonne und dazu ein spritziger Cocktail mit frischen Orangen- oder Zitronenscheiben. So kommt man definitiv ganz entspannt durch die warmen Tage des Jahres. Gleichzeitig tun wir unserem Körper damit etwas essentiell Gutes, denn das für uns so wichtige Vitamin C (auch bekannt als Ascorbinsäure) ist ein essentieller Nährstoff, den wir selbst nicht produzieren können. Glücklicherweise kommt er in vielen weiteren Obst- bzw. Gemüsesorten vor, wie beispielsweise in roher Paprika, Brokkoli, verschiedenen Kohlsorten und natürlich in Zitrusfrüchten. Vitamin C gilt als ein wahres Gesundheitselixier für unseren Körper. Es spielt zum Beispiel als starkes Antioxidant für unser Immunsystem eine wesentliche Rolle und wir brauchen es für viele Stoffwechselvorgänge, unter anderem um Bindegewebe neu aufzubauen und um bestimmte Botenstoffe und Hormone bilden zu können. Vitamin C fördert zudem die Aufnahme von Eisen im Darm und hilft dabei, krebserregende Nitrosamine aus Lebensmitteln unschädlich zu machen. Kein Wunder also, dass dieses Wunderwerk der Natur in vielen Nahrungsergänzungsmitteln, in rezeptfreien Medikamenten und zunehmend in Hautpflegeprodukten zum Einsatz kommt. Aber warum eigentlich in Cremes für die Gesichtspflege?

Forever young mit Vitamin C?

Je älter wir werden, desto dünner wird unsere Haut. Das liegt vor allem daran, dass die Menge des Kollagens in der Haut abnimmt. Die ersten Fältchen entstehen. Vitamin C kann dem entgegenwirken in dem es nicht nur die Kollagenproduktion der Haut unterstützt, es schützt sie auch vor freien Radikalen und schenkt uns bei regelmäßiger Anwendung einen frisches Aussehen. Das Beste aber: Vitamin C wird von fast jedem Hauttypen gut vertragen, was das Vitamin zu einem Favoriten der Kosmetikindustrie macht.

Zitrone Vitamin C in der GesichtspflegeIn der Hautpflege bindet man Vitamin C gern an Trägersubstanzen, beispielsweise kleine Zellbläschen (sogenannte Liposome), die das Vitamin bereits bei geringer Konzentration tief in die Haut transportieren. Besonders geeignet ist das beim Aufbau von Kollagen, insbesondere reifer Haut, die naturbedingt im Laufe der Jahre an Festigkeit und Spannkraft verliert. Bei den Stoffwechselprozessen im Körper bilden sich außerdem ständig neue freie Radikale, die durch Stress, Umwelteinflüsse oder UV-Strahlung entstehen und die wiederum zur Zellalterung beitragen. Ein unschöner Teufelskreis, den Vitamin C in bestimmtem Maße ausgleichen kann.

Vitamin C kann aber noch viel mehr außer die Haut von innen aufpolstern. Mit seinen antioxidantischen Verbindungen hilft es auch gegen Akne und Pickel, indem es Mikroentzündungen in der Haut lindert, die durch Akne hervorgerufen werden. Diese entzündungshemmende Wirkung beruhigt das Hautbild und der Teint wirkt ebenmäßiger und gesünder. Vitamin C hat deswegen seinen Platz bei der Behandlung von Problemhaut. Und auch bei einer vermehrten Bildung von Altersflecken (einer gutartigen, harmlosen Pigmentstörung der Haut, die mit zunehmendem Alter verstärkt auftritt) kann Vitamin C helfen. Studien haben gezeigt, dass es übermäßige Melaninbildung hemmt und so der Fleckenbildung entgegenwirkt.

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Vitamin C-Creme, -Pulver oder -Serum?

Ob Creme, Serum oder Pulver ist zunächst einmal Geschmackssache. Die Basis einer jeden Gesichtspflege ist aber meist eine gute Creme und die sollte sich nicht nur auf einzelne Wirkstoffe beschränken, sondern die natürliche Funktionsweise der Haut individuell unterstützen wie zum Beispiel mit natürlichen Lipiden und umfangreichen Anti-Aging-Wirkstoffen. Dazu zählen Antioxidantien wie Vitamin C und A, Feuchtigkeitsspender, wie Hyaloronsäure und Ceramide, die Grundbausteine der Haut. Durch diese Kombination von Wirkstoffen wird die Gesundheit der Epidermis vielfältig gefördert.

Die reinste Form von Vitamin C ist die Ascorbinsäure oder auch L-Ascorbinsäure genannt. Da reines Vitamin C oxidationsanfällig ist uns sich schnell zersetzt, kommt es häufig in Pulverform zum Anrühren zum Einsatz. Daneben gibt es Derviate von Vitamin C die stabiler sind und in Cremes und Seren verwendet werden. Typische INCIs: Ascorbyl Glucoside, (eine Verbindung zwischen Ascorbinsäure und Traubenzucker) oder auch Magnesium Ascorbyl Phosphate oder Sodium Ascorbyl Phosphate (eine salzartige Ester-Form), Ethyl Ascorbinsäure (ebenfalls eine wasserlösliche Ester-Form) oder fettlösliche Vitamin-C-Ester, wie Ascorbyl Palmitate. Diese Derivate werden in der Haut gespalten und setzten dann direkt am Wirkort das Vitamin C frei.

Orange Vitamin C in der Gesichtspflege

Fazit

Vitamin C in der Gesichtspflege unterstützt die Kollagensynthese, bekämpft freie Radikale und wirkt gegen Altersflecken und Akne. Ascorbinsäure ist die reinste und wirkungsvollste Form von Vitamin C. Da reine Ascorbinsäure oxidationsanfällig ist, werden Vitamin C-Derviate in Cremes und Seren verwendet. Wichtig, Vitamin C verliert seine Wirksamkeit, wenn es der Luft oder dem Licht ausgesetzt ist. Deswegen das Gefäß immer gut verschließen und am besten an einem dunklen Ort lagern. Und nicht vergessen, neben der direkten Vitamin C Zugabe, gibt es natürlich noch viele Früchte und Samen mit unterschiedlich hohem Vitamin C-Gehalt, als Bestandteil in Gesichtspflegeprodukten.

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