Wie gut ist Hanföl für die Haut und was ist eigentlich CBD Öl?

Borretsch, Nachtkerze oder Hanf? Wirksame Pflanzenöle sind fester Bestandteil unserer Gesichtspflegeroutine und Hanföl liegt voll im Trend. Mit unglaublich vielen Fettsäuren scheint es die Nase vorn zu haben, aber was ist Hanföl und wie unterscheidet es sich von CBD Öl und Cannabisöl?

Hanf hat eine lange Geschichte

Hanf ist eine der ältesten Nutzpflanzen der Menschheit und wurde auf vielseitige Weise verwendet. Seit mehr als 10’000 Jahren wird die Pflanze angebaut, ursprünglich in Zentralasien, wo sie auch als wichtiges Nahrungsmittel gehandelt wurde. Nach Europa kam die Nutzpflanze vor ca. 3000 Jahren, wo sie eine wichtige Rohstoffquelle für die Herstellung von Seilen, Segeltuch, Bekleidungstextilien, Papier und Ölprodukten wurde. Im letzten Jahrhundert wurde Hanf immer stärker von Kunstfasern verdrängt. Das Blatt hat sich inzwischen aber wieder etwas gewendet, Hanf kommt nun wieder vermehrt zum Einsatz. Zum Beispiel wird Hanf heute für Lebensmittel, Waschmittel oder auch in der Farbindustrie genutzt. Auch die Medizin macht sich die Eigenschaften von Hanf zu nutze, besonders das CBD Öl wird als Wirkstoff bei der Behandlung von Erkrankungen wie Krebs, Depressionen oder ADHS eingesetzt.

Ist Hanf und Marihuana dasselbe?

Die Ansicht, dass Hanf und Marihuana dasselbe wäre, ist immer noch sehr verbreitet. Das ist allerdings nicht der Fall. Es gibt viele unterschiedliche Hanfsorten, die für verschiedene Einsatzgebiete gezüchtet werden. Das euphorisierende THC (Tetrahydrocannabinol), welches Rauschzustände verursacht, ist nur in Drogenhanfsorten vorzufinden. Nutzhanf, der auch Industriehanf oder Faserhanf genannt wird, enthält dagegen kein oder nur einen äußert geringen Anteil an THC. Rauschzustände können von Hanföl daher nicht hervorgerufen werden. Nutzhanf trägt den lateinischen Namen „Cannabis sativa“, der oft auch in den INCIs aufgeführt ist, alternativ wird in den INCIs „Hemp Seed Oil“ verwendet. Der Name „Sativa“ bedeutet übrigens nützlich, daher auch der Name Nutzhanf.

Cannabis Sativa

Hanföl oder Hanfsamenöl?

Hanfsamenöl wird aus den Samen der Hanfpflanze gewonnen. Durch eine behutsame Kaltpressung können die wertvollen Inhaltsstoffe in vollem Umfang erhalten werden. Kaltpressung bedeutet, dass das Pressen so langsam durchgeführt wird, dass keine zusätzliche Reibungswärme entsteht. Teilweise wird Hanfsamenöl auch Hanföl genannt, was allerdings etwas ungenau ist, da es sich doch tatsächlich um das Öl aus Hanfsamen handelt. Nutzhanfpflanzen haben einen sehr geringen THC-Gehalt und besitzen daher keine euphorisierenden Eigenschaften. Zudem haben sie robuste Fasern und viele Samen, was für die Ölgewinnung von Vorteil ist.

Das gewonnene Öl kann eine grüne oder bräunliche Farbe haben und besitzt einen eher bitteren und nussigen Geschmack. Das Chlorophyll ungeschälter Samen sorgt für einen grünen Farbton, während das Öl von geschälten Samen eine bräunliche Färbung hat.

Der Unterschied zwischen Hanfsamenöl, CBD Öl und Cannabis Öl

Hanfsamenöl wie auch CBD Öl werden aus Nutzhanf hergestellt. Hanfsamenöl wird aus den Samen der Hanfpflanze gewonnen, während das CBD Öl aus der grünen Hanfpflanze extrahiert wird. Cannabidiol (CBD) ist ein nicht psychoaktives Cannabinoid aus dem weiblichen Hanf (Cannabis). Um CBD herzustellen, werden primär Hanfblüten und Hanfblätter zerkleinert und bis auf 150 °C erhitzt. Danach wird unter Druck Kohlenstoffdioxid hinzugeführt. Durch dieses Verfahren trennen sich die Pflanzenbestandteile und CBDa (die Vorstufe von CBD) kann gewonnen werden. Dieses wird zu CBD aktiviert und von den anderen Verbindungen getrennt.

Hemp Illustration

Cannabisöl (auch Haschischöl oder THC-Öl genannt) wird aus den Hanfblüten und Blättern von potenten Cannabispflanzen mit einem hohen Anteil von THC (Tetrahydrocannabinol) hergestellt. Also nicht von Nutzhanf. Cannabisöl ist das stärkste Cannabisprodukt und fällt wegen der euphorisierenden und psychoaktiven Substanz THC (Tetrahydrocannabinol) unter das Betäubungsmittelgesetz. Das Cannabisöl wird durch einen Verdunstungsprozess gewonnen bei dem der Wirkstoff THC aus der Pflanze extrahiert wird. Illustration von hanfhaus.de

Was macht Hanfsamenöl so wertvoll?

In Hanfsamenöl findet man mehr als 400 aktive Wirkstoffe, von denen ein großer Teil zu den ungesättigten Fettsäuren zählt. Unter den ungesättigten Fettsäuren werden einige als essentielle Fettsäuren bezeichnet. Das sind Fettsäuren, die der menschliche Körper nicht selbst bereitstellen kann und daher von Außen aufnehmen muss. Besonders die essentiellen Fettsäuren Omega 3 und Omega 6 sind in hoher Konzentration vorhanden. Zudem sind die Omega Säuren nicht nur in großer Menge, sondern, und das ist besonders wichtig, im richtigen Verhältnis anzutreffen, nämlich 3:1 (3 x Omega 6, 1 x Omega 3). In dieser Hinsicht gehört Hanföl zu den absoluten Spitzenreitern unter den Pflanzenölen. Bei vielen anderen Ölen ist das Verhältnis sehr viel höher, was die positive Wirkung der Omega Säuren beeinträchtigt. Omega Säuren unterstützen den Körper und die Haut auf vielfältige Weise, beispielsweise steigern sie die Hautfeuchtigkeit, unterstützen die Hautgeschmeidigkeit, wirken entzündungshemmend, tragen zur Zellerneuerung bei und helfen das hormonelle Gleichgewicht zu erhalten.

Die Liste wertvoller Bestandteile von Hanföl geht noch sehr viel weiter: Gamma-Linolensäure wirkt entzündungshemmend, Beta-Carotin ist bedeutend für das Abwehrsystem, Stearinsäure wirkt antiseptisch und schützt die Haut vor Umwelteinflüssen und ein hoher Vitaminanteil an E, B1 und B2, sowie die Mineralstoffe Phosphor, Kalium, Zink, Kupfer, Magnesium, Calcium, Eisen, Natrium und Mangan nähren unsere Haut und tragen zur allgemeinen Hautgesundheit bei.

Anwendungsgebiete von CBD Öl

Hemp Oil

CBD-Öl kommt mittlerweile in ganz unterschiedlichen Bereichen zum Einsatz. Das Öl hat eine beruhigende Wirkung und kann bei Anspannung und Unausgeruhtheit oder auch bei Stress und Nervosität helfen. Zudem wirkt es stimmungsaufhellend und wird bei Angstzuständen angewendet. Cannabidiol wirkt auch antioxidativ und kann somit freie Radikale bekämpfen und oxidative Stress verringern.

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